Bayern 2

radioWissen

detoxDetox Die Mär vom Entgiften Fette Deutlich besser als ihr Ruf Das Kalenderblatt 22.11.1784 Verbot von Weihnachtskrippen in öffentlichen Gebäuden Von Carola Zinner Detox - die Mär vom Entgiften Autorin: Dandiela Remus / Regie: Christiane Klenz Ob Bluthochdruck, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Rheuma oder Übergewicht: Fasten gilt als Wunderkur gegen viele Zivilisationskrankheiten. Und es wird auch als eine Art Jungbrunnen gepriesen, als wirksame Anti-Aging Maßnahme. Die Anhänger des Fastens sprechen von der reinigenden Wirkung für Körper und Seele. Vom Entschlacken und Beseitigen von Zellgiften. Medizinisch ist dieser Ansatz umstritten: Trotzdem sind Fastenkuren für mehrere Tausend Euro in exklusiven Kliniken hip, das Intervallfasten ist zum täglichen Entschleunigungs- und Detox-Programm für Gesundheitsbewusste geworden. Aber was ist dran an diesem Boom? Wie steht es um die Nebenwirkungen eines radikalen Verzichts? Um Mangelernährung, Übersäuerung oder Gallensteine? Fette - deutlich besser als ihr Ruf Autorin: Jenny von Sperber / Regie: Marcus Köbnik "Fett macht fett" und "Fett ist schlecht fürs Herz". Seit den Fünfziger-Jahren sitzt dieses Dogma in unseren Hinterköpfen und beschert vielen Menschen ein schlechtes Gewissen beim Essen. Der Fettkonsum ist folglich sowohl in Deutschland als auch in Amerika deutlich zurück gegangen. Light-Produkte und fettfreie Lebensmittel sind noch immer sehr beliebt. Doch dünner sind die Menschen nicht geworden. Und Herzkrankheiten sind heute die Todesursache Nummer eins. Ist das Fett in unserer Ernährung am Ende gar nicht Schuld gewesen? Die Sendung begibt sich auf die Suche nach den Ursprüngen der Fett-Verteufelung und besucht Wissenschaftler, die das Dogma des schlechten Fettes längst für überholt erklärt haben. Moderation:Birgit Magiera-Fermum Redaktion: Matthias Eggert
Freitag 09:05 Uhr

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BR-Klassik

Das Musik-Feature

domspatzenEin neuer Chef für die Domspatzen Gedanken über ein Amt mit 1.000-jähriger Tradition Von Gudrun Petruschka Wiederholung am Samstag, 14.05 Uhr Ob "Premiumstelle" oder "das wichtigste Amt in der deutschen katholischen Kirchenmusik" - die Stelle des Domkapellmeisters in Regensburg, zu dessen Aufgaben auch die Leitung der weltberühmten Domspatzen zählt, ist eine heiß begehrte. 40 Männer und Frauen hatten sich beworben, acht von ihnen wurden zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Christian Heiß, bislang Domkapellmeister in Eichstätt, hat die Stelle schließlich bekommen und ist nun also seit dem 1. September 2019 der neue Chef der Domspatzen. Als er seinen Chor zum ersten Mal öffentlich im Regensburger Dom dirigierte, war das Interesse groß: Er habe den Sängern große Disziplin abverlangt, so urteilte eine Gottesdienstbesucherin. Ein anderer freute sich, dass Heiß sich dem Klang der "Regensburger Tradition" verpflichtet fühlt. Neben Christian Heiß wird in dieser Sendung auch sein Vorgänger Roland Büchner zu Wort kommen, der den Chor 25 Jahre lang geleitet hat und mit ihm wunderbare Momente in Konzerten und Gottesdiensten erlebt hat. In dessen Amtszeit fiel aber auch die Aufarbeitung des Missbrauchskandals. Außerdem erzählen einige Domspatzen, wie es war, beim Vordirigieren der acht Bewerber zu singen, und es wird geklärt, was genau mit der "Regensburger Tradition" gemeint ist - und warum auch in Zukunft keine Mädchen mitsingen werden.
Freitag 19:05 Uhr

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Deutschlandfunk

Das Feature

Karl BöhmKlappmaulhelden können alles Die Puppen des Nikolaus Habjan Von Eva Maria Götz Regie: die Autorin Produktion: Dlf 2019 Der zeitlebens gefeierte Dirigent Karl Böhm, der als junger Mensch gequälte Friedrich Zawrel, dessen Peiniger, Dr. Heinrich Groß: Als Kunstfiguren leben sie weiter. Und wie! Nikolaus Habjan lässt sie triumphieren und leiden, widersprechen, sich winden, einlenken. Seine Klappmaul-Puppen erreichen die Herzen der Zuschauer, bringen sie zum Weinen, zum Gruseln und zum Lachen. Der vielfach preisgekrönte Puppenspieler Nikolaus Habjan erzählt mit seinen Figuren weder Märchen noch Lovestories, sondern Zeitgeschichte: Und so stürzt er Maestro Böhm vom Sockel des Unantastbaren, indem er ihn als treuen Diener seiner Herren vorführt. Er gibt Friedrich Zawrel, Opfer des NS-Regimes, Gesicht und Stimme. Und zeigt dem Arzt Heinrich Groß, wie der nie mehr gesehen werden wollte, als Exekutor des Euthanasie-Programms der Nazis im Wiener Krankenhaus Spiegelgrund. Nach dem Krieg ging die Karriere des Arztes genauso ungebrochen weiter wie die von Karl Böhm. Nur Friedrich Zawrel musste jahrzehntelang warten, bis jemand seine Geschichte hören wollte. Jemand wie Nikolaus Habjan. Klappmaulhelden können alles
Freitag 20:10 Uhr

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