Spezialtipp

Pirate Prentice' Paranoia

Bild: SWR/Antje Berghäuser

Donnerstag, 22:03 Uhr SWR2

SWR2 Hörspielstudio

Pirate Prentice' Paranoia

Klaus Buhlert (Regisseur).

Tagestipp

Heute, 18:25 Uhr Ö1

Journal-Panorama

Durch die Brandkatastrophe vor einem Jahr haben viele Menschen ihre Arbeit verloren. Gestaltung: Sabine Wachs Vor einem Jahr, am Abend des 15. April 2019, schossen hohe Flammen aus dem Dach der Pariser Kathedrale Notre Dame und zerstörten große Teile der uralten Kirche. Die Bilder des brennenden Wahrzeichens von Paris erschütterten Menschen weltweit. Einen Tag später verkündete Präsident Macron, die Kathedrale solle in fünf Jahren wieder stehen. Doch das scheint in Zeiten der Corona-Krise noch unwahrscheinlicher als schon zuvor. Die Aufräumarbeiten laufen schleppend, die Bauarbeiten haben noch nicht begonnen, die Zukunft der Kathedrale ist ungewiss und mit ihr auch die Zukunft vieler Menschen, für die Notre Dame mehr war als nur eine Kirche. Sie war Teil ihres täglichen Lebens. Mit dem Brand haben die Priester, die Gläubigen, der Chor oder auch die Organisten ihre spirituelle Heimat verloren. An Notre Dame hingen auch Jobs, die nun verschwunden sind oder nicht mehr finanziert werden können. Trotz des Spendenaufkommens von mehreren hundert Millionen Euro musste etwa die Chorschule Lehrer kündigen, musste die Diözese Mitarbeiterinnen entlassen. Ein vorösterliches Treffen mit Menschen, für die Notre Dame eine ganz besondere, individuelle Bedeutung hatte.

Konzerttipp

Heute, 13:05 Uhr SWR2

SWR2 Mittagskonzert

Dorothee Mields (Sopran) Wiebke Weidanz (Cembalo) Stefan Temmingh (Blockflöte) Akademie für Alte Musik Berlin Johann Sebastian Bach: Orchestersuite Nr. 2 h-Moll BWV 1067, Bearbeitung Johann Sebastian Bach: "Weichet nur, betrübte Schatten" aus der Kantate BWV 202 "Hochzeitskantate" Johann Sebastian Bach: "Schafe können sicher weiden" aus der Kantate BWV 208 "Jagdkantate" Antonio Vivaldi: Konzert für Sopranino und Streicher C-Dur RV 443 Georg Philipp Telemann: "Brecht ihr müden Augen" aus "Du aber Daniel, gehe hin", "Trauerkantate" Wilhelm Friedemann Bach: Cembalokonzert f-Moll (Konzert vom 6. Juli 2014 in St. Paulin in Trier) Peter Tschaikowsky: "Romeo und Julia", Fantasie-Ouvertüre City of Birmingham Symphony Orchestra Leitung: Andris Nelsons Nino Rota: Klarinettentrio Rocco Parisi (Klarinette) Andrea Favalessa (Violoncello) Gabriele Rota (Klavier) Edward Elgar: Dream Children op. 43 English Chamber Orchestra Leitung: Paul Goodwin 14:30 - 14:32 SWR2 Programmtipps

Hörspieltipp

Heute, 22:03 Uhr SWR2

SWR2 Hörspiel-Studio

Pirate Prentice" Paranoia Hörspiel für Stereo-Kopfhörer von Klaus Buhlert Mit Felix Goeser, Franz Pätzold u. a. Musik und Regie: Klaus Buhlert (Produktion: SWR 2020) Am 17. und 18. April dieses Jahres wird die weltweit erste Bearbeitung von Thomas Pynchons legendärem Roman "Gravity"s Rainbow" (dt. "Die Enden der Parabel") in SWR2 ausgestrahlt. Klaus Buhlert hat über zwei Jahre an der Hörspielfassung dieses Romans gearbeitet. Er stellt hier seine akustische Fantasien von Geoffrey "Pirate Prentice" - einem britischen Geheimdienstoffizier im II. Weltkrieg - vor.

Featuretipp

Heute, 09:45 Uhr Ö1

Radiokolleg - Der Countertenor

Die jungen Stars der Alten Musik (4). Gestaltung: Verena Gruber Andreas Scholl, Valer Sabadus, Max Cencic - drei klingende Namen, drei weltberühmte Countertenöre. Sie sind - neben einigen anderen - die Stars der Alten Musik. Egal ob sie halsbrecherische Koloraturen oder intime Arien singen, ihre Stimmen klingen glockenklar und scheint nicht von dieser Welt. Jahrzehntelang begann das Publikum zu kichern, sobald männliche Sänger in der Kopfstimme den Mund aufmachten. Heute lacht niemand mehr. Die Countertenöre haben das Erbe der Kastraten angetreten und haben viele Fans, weit über ein Fachpublikum hinaus. Die Geschichte des Countertenors geht zurück in die Urzeit der Menschheit. Die männliche hohe Stimme erklang wohl zum ersten Mal im Warnschrei des jagenden Steinzeitmenschen. Der Countertenor als Begriff tauchte hingegen das erste Mal in der Mehrstimmigkeit der europäischen Kirchenmusik auf, dort bezeichnete man den contertenor als die Gegenstimme zum Tenor. Da Frauen in Kirchenchören nicht singen durften, wurden für die Sopran -und Altlagen Falsettisten eingesetzt, also Männer, die in der Kopfstimme singen, heute nennt man sie Countertenöre. So entstand eine Gesangstradition, die vor allem in England in den traditionsreichen Kathedralschören zu einer Blüte gelangte. Auf dem Kontinent sangen im ausgehenden 16. Jahrhundert die Kastraten in der Sixtinischen Kapelle die ersten Solopartien. Viele Komponisten des Barock schrieben für die hohe männliche Stimme Opernrollen. Im 19. Jahrhundert, als der Tenor seinen Siegeszug in der romantischen Musik antrat, kam die Tradition der Countertenöre und Kastraten aus der Mode. Im 20. Jahrhundert trat Alfred Deller aus dem Schatten der englischen Chortradition und machte den solistischen Männeralt wieder salonfähig. Die Zahl der Countertenöre nahm stetig zu. Heute trifft man Countertenöre in unzähligen Barockopern, aber längst nicht mehr nur an den angestammten Plätzen der Alten Musik. Gerade zeitgenössische Komponisten haben entdeckt, dass sich mit dem Countertenor ein neues Stimmfach für die Bühne erschließen lässt. In der Radiokollegreihe "Der Countertenor" hat Verena Gruber einige der berühmten Falsettisten getroffen. Sie sprechen über die Faszination der hohen Stimme, über die schönsten Countertenor-Partien, über Akzeptanz und Ablehnung dieser Stimmlage, über neue Männerbilder und Klischees. Die vierteilige Reihe beinhaltet einen musikhistorischen Abriss, ein Porträt über den deutschen Countertenor Andreas Scholl, eine Reportage mit Jugendlichen an einem Tiroler Gymnasium, die sich auf die historischen Spuren der Kastraten und Falsettisten begeben. Im vierten Teil erzählen Nachwuchssänger und ihre Lehrer am Antonio Salieri Gesangsinstitut in Wien, wie sie sich dem Countertenor als Stimmfach nähern und sich auf die großen Rollen des Barockrepertoires vorbereiten. Exkurse über den Einsatz der Kopfstimme in der Popmusik und der zeitgenössischen Musik runden die Musikviertelstunde ab.

Podcast

NDR Kultur

Warum gibt es keine Hefe zu kaufen?

Risiko und Verwandlung - Anja Sackarendt und Stefan Forth wundern sich zu Ostern über den Zuckerpilz und die Hefe-Hamsterer, Backbräuche und den Kapitalismus.

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SWR 2

Dominique Manotti: Kesseltreiben (2) - Böses Lehrstück über Wirtschaftskriminalität

"Kesseltreiben" schildert die Übernahme eines französischen Konzerns durch den US-Konkurrenten, umrankt von organisierter Kriminalität, Regierungspolitik und Geheimdienstaktivitäten. Zweiter Teil. | Aus dem Französischen von Iris Konopik | Mit: Imogen Kogge, Katja Bürkle, Ole Lagerpusch, Hanna Scheibe u. v. a. | Musik: zeitblom | Hörspielbearbeitung und Regie: Ulrich Lampen | (Produktion: SWR/NDR 2019)

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